philora

kleine Alltagsphilosophie

Über die Sprache

„Du schreibst ja auf Englisch!“ Oh. Das stimmt, meine letzten Beiträge sind englisch gewesen. Die davor allerdings komplett auf deutsch geschrieben. Ich fürchte, ich muss mich entscheiden – oder? 

Ich liebe Sprachen. Mit 16 war ich drei Monate in Frankreich, mit 20 ein halbes Jahr in Irland. Jetzt lerne ich noch Spanisch. Zusammen mit den Italienisch- und Lateinbrocken in meinem Hirn wird das langsam zu einer echten Konzentrationsaufgabe. Die Sprachen verschwimmen ineinander. Was kann ich also tun? Wahrscheinlich hilft bewusstes Reflektieren und vor allem Übung. 

Um hier nicht die wenigen Leser zu vergraulen, die sich überhaupt für meine Themen interessieren, muss ich mir wohl eine Lösung ausdenken. Kann ich weiterhin englische und deutsche Artikel schreiben? Auch wenn es wahrscheinlich taktisch unklug ist, möchte ich eigentlich nicht darauf verzichten. 

Sprache soll doch dazu dienen, Kommunikation zu vereinfachen, und möglichst viele Menschen zu erreichen. Im Internet gibt es aber keine sprachlichen Grenzen. Ich schreibe hier auf einer internationalen Domain (.com), doch die meisten meiner Leser sind Deutsche. 

– Ich befinde mich sozusagen mit einer kleinen Touristengruppe irgendwo im Ausland und muss mich entscheiden, ob ich meine Erzählungen auch die umstehenden Bewohner erreichen sollen.

Und so kann ich zum Schluss nur dazu aufrufen, sich bei mir nicht durch die Sprache entmutigen zu lassen. Ich schreibe immer in der Sprache, in der ich gerade denke und bei manchen Themen (wie der weekly photo challenge) ist das eben englisch. 

Thank you for reading und hoffentlich Au revoir. (statt des Fotos gibts heute mal ein passendes gif von mir – mein embarassdance!)

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Weekly photo challenge: Reflections

Ring of Kerry

 

When I think of „reflections“, this view is what comes to my mind. I took this photo 4 years ago, at an intense and tough time in Ireland. The Ring of Kerry is one of the most beautiful places I have ever seen. This vision is why I would love to go back to that place where I gained a lot of inner strengh.

 

Secondly, I think of the time after. The first time living alone – in that high building on the left. This was 2009, the most intense year of my life. I had to deal with the fact that my family suddenly broke into pieces and found my big love only a few days later. Also I enjoyed being on my own a lot. I went photographing a lot, alone or with new friends. The picture shows my favourite spot to go jogging and take photos. The edit is to remind me and everyone who cares to focus on the bright, colourful parts of life – even if everything looks grey and miserable at first.

reflecting houses

 

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I am thankful for being healthy, wealthy and most of all, having true friends who always give hugs for free.

How to explain

I tried to compare my love for you
with a thousand red roses
and failed. 

I tried to compare my love for you
with the sweetest chocolate
and failed.

I tried to compare my love for you
with the wild wide ocean
and failed. 

I reasoned all night
went tired
went crazy
to finally realize
that love cannot be measured.

 

It’s a non-optional social convention

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Alle sprechen von Freiheit. Von Individualität. Manchmal scheint die Vorstellung von diesen zugegeben höchst anspruchsvollen Werten allerdings ziemlich von meiner eigenen abzuweichen. Um es mit Sheldon’s Worten zu sagen: They’re having fun wrong.

Das muss man schonmal machen. Muss man wirklich? Muss ich „feiern“, wenn ich dabei keinen Spaß habe? Muss ich Filme anschauen, die mich nicht ansprechen? Muss ich Bier trinken, um ein echter Mann zu sein? Da fangen die Klischees schon an. Aber wo bei einigen Stereotypen ganz klar ist, dass es sich um ein nicht ganz sauberes Gesellschaftsbild handelt, ist bei anderen noch ziemlicher Nachdenkbedarf. 

 

 

Warum ich das Tanzen so liebe

Immer wieder mache ich mir Gedanken über das Glück. Nicht über chance oder luck, also 6 Richtige im Lotto zu haben oder im Regen einen Schirm bei sich zu tragen. Sondern über happiness. Wie erreiche ich den Zustand puren Glücksgefühls, absoluter Zufriedenheit mit sich und seinem Leben?

Meine Antwort heißt: Gleichgewicht. Überall hört man von Ying und Yang, von einer inneren Ausgeglichenheit oder inneren Ruhe. Für mich reicht es dabei nicht, zu meditieren. Körper und Geist müssen beide sowohl gefordert (aktiv) als auch bewusst wahrgenommen werden (passiv). Diese vier Komponenten machen für mich das Grundrezept für Happiness aus.

Denken und Erleben, Sport machen und Wellness genießen.

Beim (Gesellschafts-)Tanzen ist das Glücksgefühl deshalb auch besonders hoch. Ich muss mich gleichzeitig auf die Schritte konzentrieren, strenge meinen ganzen Körper an und genieße die Nähe zur anderen Person.

Mädchen springt über Brunnen

„Die Wahrheit über sich selbst ist dem Menschen zumutbar“

… S.225, Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier.

Das Buch hat mich von den ersten Seiten an gefesselt. Es war ein Geburtstagsgeschenk von einer sehr guten Freundin – ein bereits gelesenes Buch, das per Paket aus Kanada zu mir nach Irland fand. Und es war genau das, was ich gebraucht hatte. Abtauchen in eine andere Welt, die nichts mit Phantasy oder Science Fiction zu tun hat. Durch dieses Buch bin ich zur Philosophie gekommen.

Die Wahrheit über sich selbst ist dem Menschen zumutbar.

Ein Satz, der meine Gefühle bestens beschreibt. Ob durch die Philosophie, durch die Psychologie oder die Biologie – ich möchte mich kennen. Und ich möchte andere dazu anregen, sich auch kennen zu lernen.

Denn wer sich selbst zu kennen glaubt, der hat sich nicht genügend erforscht. Oder, um diesen Sinneserguss mit einem weiteren Zitat von Pascal Mercier zu schließen:

“ [die Eitelkeit] ist eine verkannte Form von Dummheit. Man muß die kosmische Bedeutungslosigkeit unseres gesamten Tuns vergessen, um eitel sein zu können, und das ist eine krasse Form von Dummheit“.

Schneeee… ja! Nein! Doch wirklich?

 

Jedes Jahr um diese Uhrzeit die gleichen Reaktionen in Facebook, Twitter & Co: „Es schneit?! Kann das denn sein? Ja doch, guck, echter Schnee da draußen!“

Faszinierenderweise ist das Gesprächsthema Wetter nicht nur unsterblich, sondern auch mit einem zwanghaften Hinweisdrang verbunden. Und das ist eine wertfreie Feststellung, ich mach es ja auch. Man stelle sich eine Gruppe Menschen vor, die an einem regnerischen Tag aus dem Haus geht – es ist immer einer dabei, der feststellt: „Es regnet“. Dabei spielt es keine Rolle, dass die anderen das Wasser, das da von oben kommt, nicht auch selbstständig als Regen erkannt haben.

Und obwohl der Mitteilungsdrang wahrscheinlich so alt ist wie die Menschen selbst, bietet das Web 2.0 hier doch ganz neue Möglichkeiten. Nie konnte man so viele Menschen auf so viele verschiedene Weisen auf das aktuelle Wetter hinweisen. Dafür ist es gerade im Internet erst ansatzweise sinnvoll, anderen vom Schnee, Regen oder sonstigen Ergüssen zu erzählen: Jetzt erfährt auch der letzte Nordrhein-Westfale, dass es in Dresden schon fast wieder aufgehört hat zu regnen.

 

 

Identity

Sometimes I wonder who I am and it’s like waking up remembering so many things that happened to this person I obviously am.

Like a puzzle different parts of my life fit together, forming myself. Identity.

What if I don’t accept one of these parts – can I change? There is so much on my mind at the same time. Different people, different needs, different languages.

Sometimes I am tired of cleaning my mind. Let life come to me, in all its confusing aspects.

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Seul – allein

Seul - allein

Einsamkeit ist schlecht, aber manchmal muss man einfach allein mit sich selbst sein. Um sich selbst und das eigene Leben kennen zu lernen.